Wo wir schon überall auf Suche gingen, können Sie sich kaum vorstellen. Meist waren wir draußen in der Natur unterwegs, in Wäldern, auf Wiesen, an Seen oder in abgelegenen Stadtteilen.
Oft durchforsteten wir aber auch schon große Wohngebäude, Einkaufszentren und Bahnhofs- und Flughafengebäude, wo wir uns mit unseren GPS-Geräten beim langsamen Durchforsten der Gänge schon manchmal ein wenig komisch vorkamen und uns lieber selbst hinter einem Plissee versteckt hätten, statt den Cache dort zu finden. Zudem glaubt man gar nicht, wie leicht man sich in so großen Gebäuden verlaufen kann, sodass wir stets dankbar über ein Wayfinding System waren, das uns den rechten Weg zeigte. Unser letzter Trip war dann aber wirklich mal ein richtiges Abenteuer, das wir noch nie erlebt hatten. Denn es ging in die traumhafte Karibik nach Trinidad und Tobago! Die Koordinaten hatten wir in einem Internetforum gelesen und uns dann spontan für die Reise entschieden.
Zum Glück spielten auch unsere jeweiligen Arbeitgeber und Finanzen mit, sodass wir bereits einige Stunden später auf der Terrasse vom Ferienhaus in der Karibik saßen, übers weite blaue Meer blickten und uns schon aufs Geocaching freuten. Doch irgendwie rückte die Suche dann schon bald in den Hintergrund. Uns war es im Prinzip schon wichtig, den Cache auch am anderen Ende der Welt zu finden. Aber der weiche Sand unter unserem Füßen, das Meeresrauschen im Hintergrund und der süße Duft von Kokosnüssen und Cocktails in der Luft brachte uns dann doch häufig dazu, lieber noch weiter in der Sonne zu relaxen und die Suche anderen zu überlassen. Wir sind jetzt zwar auch ein wenig enttäuscht über uns selbst, aber auch dankbar für einen schönen Urlaub am Meer, den wir einfach mal mit Nichtstun rundum genossen haben. Nur zur Info noch am Schluss: Der Schatz befand sich in einer kleinen Truhe in einer alten Burg.